Paula & Frida

 
 
Das deutsch-mexikanische Theaterprojekt PAULA & FRIDA entstand 2007 anlässlich des 100. Todestages von Paula Modersohn-Becker und anlässlich des 100. Geburtstages von Frida Kahlo.


1907 - ein im Rückblick geradezu magisch anmutendes Jahr für die Kunst! In Worpswede stirbt Paula Modersohn-Becker, in Coyoacán in Mexiko wird als Tochter eines deutschen Fotografen) Frida Kahlo geboren. Zwei Malerinnen, die zu Ikonen werden sollten. Zwei Frauen, die in ihrer Kunst unbeirrt ihren jeweils ganz eigenen Weg gingen, und zwischen denen es dennoch auffallend viele Parallelen gibt, im Leben wie im Werk: das Selbstporträt und die Selbstinszenierung des weiblichen Körpers, Mutterschaft, Geburt und Tod sind für beide Künstlerinnen ebenso zentrale Themen wie die Auseinandersetzung mit dem Archaischen und Volkstümlichen.


Paulas „Leben! Leben! Leben!“ gesellt sich Fridas „Viva la vida“ zur Seite. Und doch führte Paula Modersohn-Becker, um ihre Kunst ringend, ein asketisch wirkendes Leben. Frida Kahlo lebte exzessiv, so sehr ihre körperlichen Leiden es zuließen. Beide führten eine Künstler-Ehe - doch wie verschieden waren Otto Modersohn und Diego Rivera! Frida litt zeitlebens unter ihrer Kinderlosigkeit, Paula starb kurz nach der Geburt ihres Kindes an einer Lungenembolie. Die (offizielle) Todesursache Fridas: eine Lungenembolie.


PAULA & FRIDA zeigt Gemeinsamkeiten - und Unterschiede. In der Spiegelung an der jeweils anderen tritt das Eigene beider umso deutlicher zutage. Eine Begegnung, die im Leben nicht stattfinden konnte ... eine Begegnung jenseits des Mythos.


Für die Stückentwicklung hat die Cosmos Factory Leben und Werk beider Künstlerinnen in Archiven, Museen und bei zahlreichen Gesprächen eingehend erforscht - unter anderem bei einem mehrwöchigen Aufenthalt in Mexiko. Kostüme und Masken aus Mexiko kommen in der Inszenierung zum Einsatz; Klangkünstler Tom Horn (Berlin) entwickelte u. a. aus Tonaufnahmen aus Deutschland und Mexiko einen Soundtrack zum Stück. Textgrundlage sind autobiografische Schriften (Tagebücher, Briefe etc.) beider Künstlerinnen. PAULA & FRIDA wird gleichzeitig auf Deutsch, Englisch und Spanisch gespielt und gesungen.


PAULA & FRIDA wurde vom Publikum enthusiastisch umjubelt und von der Presse einhellig als Höhepunkt des Paula-Jahres in Worpswede gefeiert. Aufgrund des großen Erfolges in 2007 (18 restlos ausverkaufte Vorstellungen) wurde die Inszenierung 2008 in Originalbesetzung wieder aufgenommen. Auch 2008 waren alle 20 Vorstellungen ausverkauft.


Pressestimmen



„Für die Recherche sind die Theatermacher Ute Falkenstein und Oliver Peuker bis nach Mexiko gereist, haben dort eine Schauspielerin engagiert und viele Eindrücke, Masken, Kostüme und Tondokumente mitgebracht. Deiverschmelzen nun zu einem Gesamtkunstwerk, bei dem neben der Musik und dem für viele exzellente Ideen offenen Bühnenbild das traumhafte Ambiente des Barkenhoff-Gartens eine wesentliche Rolle spielt. (...) eine Inszenierung mit großen, magischen Bildern.“

Sonntagsjournal, 08. Juli 2007



„Die Schauspielerinnen entwickelten eine große Intensität in der Darstellung Paula Modersohn-Beckers und Frida Kahlos. Judith Mann transportierte den Lebenshunger, die Leidenschaft für die Malerei, das Ringen um Selbstfindung im Leben und in der Kunst der P.M.B. in einem gekonnten, einfühlsamen Wechselspiel aus Leichtigkeit und Zurückhaltung, aus Drängen und Innehalten. Die mexikanische Schauspielerin Citlali Huezo Sánchez nahm einem fast den Atem mit ihrer Interpretation der kraftvollen, vor Leben strotzenden und doch zutiefst an Körper und Seele verletzten Frida Kahlo, die nach einem schweren Unfall in Jugendjahren zur Malerei gefunden hatte. Das Theaterstück vereint die Künstlerinnen zu Freundinnen, Weggefährtinnen, die sich über das Leben, die Liebe und die Kunst austauschen. Aufgezeigt werden in eindringlichen Szenen Lebensstationen der Malerinnen sowie Parallelen und zentrale Themen der beiden, wie Geburt und Tod, die Selbstinszenierung des Weiblichen, das Leben in einer Künstlerehe. (...) Auf ihren Lebenswegen werden Paula und Frida stets von der Figur des Schicksals begleitet, die ausdrucksstark von Margaux Kier dargestellt wurde. ‚Paula & Frida’ ist mitreißend inszeniert, hinreißend gespielt und passt sich eindrucksvoll in den Barkenhoff-Garten ein. Den Schauspielerinnen ist zu wünschen, dass das herbstliche Wetter der Premiere nicht anhalten möge. Bravo! Viva la vida!“

Osterholzer Anzeiger, 11. Juli 2007



„Es gelingt der Gruppe um die Regisseure Ute Falkenstein und Oliver Peuker sehr schön, recht viele unterschiedliche Theaterformen zusammenzubringen. Ganz unangestrengt wechseln die drei Darstellerinnen von Kammerspiel zu Tanztheater, von Monolog zu Moritat, von Gesang zu Maskenspiel.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 11. Juli 2007



„ ‚Leben!’ heißt es atemlos bei der Deutschen, ‚Viva la vida!’ ebenso vehement bei ihrer mexikanischen Kollegin. Erste Parallelen, denen in eindringlichen, oft an den Werken der beiden Frauen orientierten Bildern nachgespürt wird. Unterschiedliche Epochen und verschiedene Kulturkreise fordern schnelle Szenen- und Rollenwechsel. Frühe Verluste und Schuldgefühle, schwankende Stimmungen und berühmte Ehemänner – ein durch die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit geprägtes und ein unfallbeschädigtes Leben laufen nebeneinander her und berühren sich Mal um Mal. Die ausgezeichneten schauspielerischen Leistungen sorgen für den reibungslosen Erzählfluss.“

Nordsee-Zeitung, 09. Juli 2007



„ ‚Paula und Frida’, die sich im wahren Leben niemals begegnet sein können, treffen jenseits von Raum und Zeit zusammen, und auf einmal offenbaren sich viele Gemeinsamkeiten auf den Schicksalswegen dieser beiden außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeiten. (...) Immer wieder entstehen eindrucksvolle Bilder durch Licht und Schattenspiele sowie eindringliche musikalische Klänge. Gleichzeitig beweisen die Schauspieler ihre Wandlungsfähigkeit, wenn sie mit Hilfe von Masken in die Rollen der Ehemänner Otto Modersohn und Diego Rivera schlüpfen und hier auch eine ironische Ebene aufbauen. Über fast zwei Stunden bieten die drei Akteure eine faszinierende Leistung.“

Kurier am Sonntag, 08. Juli 2007



„Trotz des regnerischen und oft kalten Wetters war fast jede Vorstellung über die beiden berühmten Malerinnen ausverkauft. Unter den Gästen gab es viele „Wiederholungstäter“, denen das Stück im vergangenen Jahr so gut gefallen hatte, dass sie in diesem Sommer noch einmal kamen. Eine Besucherin bekannte sogar: „Ich bin süchtig nach dem Stück“, und hat sich fünfmal die Vorstellung angesehen.“

Wümme-Zeitung, 25. August 2008


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Das Team


Mit:

Idee, Konzept, stück, Regie:

Soundtrack:

Licht:

Bühnenbild & Ausstattung:


Bühnenbau:

Masken:

Technik 2007:

Technik 2008:

Fotos:

Produktionsleitung:

Ein Gemeinschaftsprojekt  der Cosmos Factory und der Barkenhoff-Stiftung Worpswede


Mit freundlicher Unterstützung von

Land Niedersachsen

EWE Stiftung

Landschaftsverband Stade

Waldemar Koch Stiftung

 

Theatersommer auf dem Barkenhoff Worpswede (2007 & 2008)